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Eine an Rückschlägen nicht arme Saison der EWE Baskets Oldenburg ist am Mittwochabend um einen neuen Tiefpunkt erweitert worden. Beim 75:99 gegen die Telekom Baskets Bonn hinterließen die Gastgeber ein fassungsloses Publikum, das seinem Unmut lautstark Gehör verschaffte.
Während die Bonner mit dem zweiten Sieg in Folge Anschluss an die Playoff-Plätze erzielten, geraten die Oldenburger im Rennen um einen der ersten acht Plätze noch mehr unter Druck. Adam Chubb (15 Punkte) war am Ende der 40 überwiegend einseitigen Minuten Topscorer bei Oldenburg, für die Bonner überragten Chris Ensminger (29), Tony Gaffney (20) und Aufbauspieler Jared Jordan, der sich zwar mit zwei Punkten beschied, dafür aber beeindruckende18 Assists auflegte.
Die Gäste zauberten gleich von der ersten Sekunde an eine starke Leistung auf das Parkett der EWE ARENA, die mit 3148 Zuschauern einmal mehr ausverkauft war. Über 10:2 (3. Minute) und 20:8 (6.) setzten sich die Telekom Baskets bis zum Viertelende auf 31:24 ab, profitierten dabei auch von ihrer exzellenten Dreier-Ausbeute (5/5) und gleich sechs Assists von Jared Jordan in den ersten zehn Minuten. Dass die Stimmung in der Arena auf der Kippe stand, war erstmals nachhaltig in der 16. Spielminute zu spüren – bei einem 32:45 begleitete ein massives Pfeifkonzert die Schützlinge von Predrag Krunic in die Auszeit. Es folgte immerhin die beste (wenngleich kurze) Phase der Gastgeber, als sie endlich leidenschaftlich verteidigten und auch offensiv zusammen spielten. Das 45:47 (20.) war der Lohn.
Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Die Gäste zeigten sich unbeeindruckt von der kurzzeitig aufkeimenden Oldenburger Gegenwehr, legten in der Defensive noch einmal zu und wirbelten offensiv unwiderstehlich und zu oft auch ungestört vor sich hin. Dass die Partie längst nicht mehr auf Augenhöhe verlief, unterstrich ein Kommentar von Tony Gaffney, der die Begegnung in Richtung der Bonner Pressekollegen als „too easy“ bezeichnete. Die 79:63-Führung für Bonn nach dem dritten Viertel war aus heimischer Sicht beinahe noch schmeichelhaft.
Das vierte Viertel hätten sich beide Mannschaften dann nahezu sparen können. Die Bonner genossen ihre Vorteile, die Oldenburger hatten verständlicherweise nur noch überschaubaren Ansporn, das Ergebnis zu verknappen – zu unterlegen waren sie an diesem Abend. Beide Coaches verteilten noch einige Spielzeit an die Bankspieler. „Bonn hat das Spiel heute sehr schnell gemacht, viele offene Würfe getroffen, und wir konnten nur phasenweise dagegen halten. Die Reaktion des Publikums kann ich verstehen, wenn man zuhause mit 24 Punkten verliert“, resümierte Predrag Krunic.
Weiter geht es für die EWE Baskets am Samstag, 18. Februar, bei den WALTER Tigers Tübingen (20 Uhr).
Text: Torben Rosenbohm, EWE Baskets Oldenburg
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